Ausstellungen

Ausstellung „freiwillig“ - vom Zivi bis zum Professor

Eine gemeinsame Initiative der Volkssolidarität Thüringen, der Landesseniorenvertretung, dem Sozialverband VdK Hessen-Thüringen und dem Thüringer Seniorenverband BRH


Den (oder die) Ehrenamtlichen in Thüringen trifft man überall – viele soll es davon geben, viele Aufgaben übernehmen sie, die sonst vielleicht liegenbleiben würden.

Der (oder die) Ehrenamtliche ist dabei vielseitig begabt: Sie können unterhalten, anleiten, fordern, reparieren, beim Einkauf helfen, Lieder schreiben und vieles mehr. Und damit werden diese Arbeiten meist unauffällig zum Kitt der Gesellschaft. Denn ohne diese Menschen, die einen oft erheblichen Teil ihrer Freizeit dafür aufwenden, sich in das öffentliche Leben einzubringen, wäre Thüringen nicht nur ziemlich trostlos, sondern auch ratlos.

Zudem ja bekannt ist, dass von der Vielzahl und der Vielfalt freiwilliger Tätigkeiten auch die Qualität des Lebens abhängt.

Die Ausstellung „freiwillig“porträtiert zehn Thüringer, die ehrenamtliche bzw. freiwillige Tätigkeiten absolvieren. Erstmals gelang es dabei unter der Federführung des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität Thüringen mit dem Projekt „freiwillig“ auch andere Verbände ins Boot zu holen und so gemeinsam mit der Landesseniorenvertretung, dem Sozialverband VdK Hessen-Thüringen und dem Thüringer Seniorenverband BRH diese Ausstellung vorzubereiten und durchzuführen.

Und so vielfältig wie die Tätigkeitsfelder der einzelnen, so interessant gestalten sich auch die Aufgabenbereiche der freiwilligen Helfer. Vom Zivildienstleistenden, der in einer Ortsgruppe selbstvertonte Lieder singt - bis zum Professor, der Vorträge hält und für weitere Netzwerke wirbt, erstreckt sich die Palette der zehn Ausstellungsplakate. Doch auf auch Aufgaben in einer Elternvertretung, Ortsgruppe, Beirat und Sozialgericht sind die zehn stolz.

Diese Verantwortungs- und Leistungsbereitschaft der zehn, stellvertretend für weitere tausende Thüringer, hebt sie in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft heraus und macht sie damit zu unsichtbaren Vorbildern. Diese Arbeit prägt sie aber auch, die Ehrenamtlichen erfahren und erlernen Gemeinschaftsempfinden, Fairness, Toleranz und Durchhaltevermögen.

Allerdings bedeutet ehrenamtliche Arbeit auch Teilhabe, Mitgestaltung und –wirkung, Bürgernähe und Einflussnahme in allen Bereichen der Gesellschaft. Deshalb muss die Gesellschaft und der Staat die Bereitschaft der Menschen zur Übernahme ehrenamtlicher Tätigkeiten mehr anerkennen, würdigen und unterstützen und somit die Selbstverantwortung stärker in das Gemeinwohl einbinden. Ehrenamtliches Engagement muss dabei weder Ausfallbürge für fehlende Fachkräfte sein, noch ungenügende soziale Infrastruktur ersetzen.

Wohl wissend, dass sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern, wird eine neue Generation von Ehrenamtlichen erwachsen. Denn der mehrere Generationen umfassende Familienverband löst sich auf. Zwar steigt die Lebenserwartung, aber damit auch das Möglichkeit, hilfsbedürftig zu werden. Alleinlebende Senioren oder Menschen mit Handicaps sind häufig auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen. Gleichfalls muss der Vereinsamung und Isolation von alleinlebenden Menschen entgegengewirkt werden. Kinder und Jugendliche brauchen ebenfalls mehr außerfamiliäre Betreuung und Beschäftigung. Überdies wird die Integrationsarbeit in einer globalisierten Welt wichtiger.

Die Gesellschaft lebt von ehrenamtlicher Tätigkeit. Und die zehn Thüringer Männer und Frauen haben Spaß an ihrem Engagement und ihren Aufgaben. Sie tragen, wie viele tausende andere Thüringer, dazu bei, das Leben menschlicher und wärmer zu machen.

Das Ehrenamt hat und wird dank der vielen Thüringer, die etwas für andere tun, Zukunft haben. Denn es gibt viele Möglichkeiten, im Freistaat Gutes zu tun.

Machen Sie mit?!


Die ersten beiden Ausstellungsorte liegen bereits hinter uns:

Bei strahlendem Sonnenschein erfuhr die Ausstellung „freiwillig.“ vor dem Gelände der Thüringer Staatskanzlei am 7. Mai eine große Resonanz. Mit zahlreichen Passanten kam Kirsten Seyfarth ins Gespräch, um über die Bedeutung des Ehrenamts in Thüringen zu sprechen. Gemeinsam mit Dr. Pietzsch wurden dabei die elf Rollups so positioniert, dass auch die Ministerin für Bundes- und Europangelegenheiten Marion Walsmann, persönlich der Ausstellung viel Erfolg wünschte und sogar einzelne Personen in der Ausstellung erkannte.

Die Ausstellung zum der offenen Tür in der Geraer Europaschule war ein Höhepunkt des Tages. Am 11. Mai besuchten zahlreiche Interessierte und sogar der Geraer Siegfried Schneider, der selbst als Persönlichkeit die Ausstellung bereicherte, die Gebäude in der Beethovenstraße. Ein schöner Erfolg meinten die Gastgeber. Denn die Gäste kamen ins Gespräch und diskutierten öffentlich über die wichtige Rolle der „Freiwilligentätigkeit“. „Dabei sei die Ausstellung so lebendig“, meinte ein Gast und freute sich über die Vielfalt der Freiwilligen.